| Geowissenschaften + Umwelt - Band 9 | ||
Kundenrezensionen Amazon.de
|
||
![]() |
Genske, D. D. ; Hauser, S. (Hrsg.) Die Brache als ChanceEin transdisziplinärer Dialog über verbrauchte FlächenSchriftleitung: Monika Huch Bestellung über den Buchhandel oder |
Die Brache als Chance von Dieter D. Genske, Susanne Hauser
Springer Berlin Heidelberg New York (2002)
Durchschnittliche Kundenbewertung: ***** von *****
Konzeptionelle Strategien, 5. Februar 2005
Rezensentin/Rezensent aus Berlin Deutschland
Im Band werden Abfall, Brache, das Abwesende, Zwischenräume zwischen Brache,
Landschaft, Urbanem hinterfragt, nach Symbolen Ausschau gehalten, die verdeckte
Realitäten frei legen. Theoretisch dienen Konzepte von Derrida bis zu Lefebvre,
Jameson, Lacan, Foucault, Baudrillard, Deleuze usw bis zur fuzzy logic und Aristoteles
als Grundsubstanzen.
Der transdisziplinär wichtige Band umfasst Konzepte und konkrete Planungen für
landschaftliche Brachen bis zu neuen Formen des Urbanen und zur Dekontaminierung
von Böden, semiotisch, kulturwissenschaftlich, wohlbetont. Semiotik erweist
sich somit als ein tool, das eher mit den hard sciences in Verbindung gebracht
wird. Und das WIRD hier damit in Verbindung gebracht. Wie Einstein die Mathematik
benötigte, stellt sich hier Semiotik als Modell auf gleicher Augenhöhe dar.
Auch unscharfe Zeichen werden tools für die Analyse komplexer Probleme (fuzzy
logic), die sich formaler Logik entziehen und damit auch konservativer Bewältigungsstrategien.
Wie ein Beitrag ausgezeichnet darlegt.
Die Autoren entgrenzen nicht nur Räume, Brachen, Stadt, sondern ebenso ihre
Fächer (Stadt-Landschaftsplanung, Architektur, Ingenieure, Kulturwissenschaftler,
Geografen, Geologen, Philosophen, Künstler). Viele Abbildungen veranschaulichen
augenfällig die Beiträge. Das Textlayout ist halbseitig gehalten, auf der anderen
Seitenhälfte findet der Leser die wichtigen Stichworte der Beiträge.
Die Seiten sind somit benutzerfreundlich kartografiert und geben rasche Orientierung
durch die Textverläufe. Das Buch geht auf einen Kongress für Semiotik zurück,
genauer den workshop "Verbrauchte Räume - zur Semiotik der Brachfläche".
Das Buch befindet sich bereits nach kurzer Zeit in einem ziemlich durchgelesenem
Zustand. Für Studenten zeigt dieser Band mögliche Wege in die Praxis auf, die
gleich etwaige zu enge fachliche Vorstellungen mit entgrenzen, nicht gerade
ein unwichtiger Faktor. Die Herausgeber wissen, was sie getan haben. Das Buch
ist selbst die beste Empfehlung.
| Wechseln zu Band Nr: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10/11 | 12 |
| Seitenanfang | GUG-Startseite |
Web-design realisiert durch G. Döpke |