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Digitalisierungsprojekte der DGG Bibliothek

Digitalisierungsbemühungen bei der DGG-Bibliothek begannen mit dem Jahr 1994, also unmittelbar nach dem ersten Erscheinen des WWW in Deutschland. Ziele sind die Sicherung, Erschließung und Bereitstellung von analog vorliegenden wissenschaftlichen Materialien sowie die Schaffung neuer Dienste für die Fachgesellschaft, die wissenschaftliche Gemeinschaft und die Allgemeinheit. Besonderes Augenmerk liegt auf der Bereitstellung und Sicherung von Manuskripten, Privatdrucken in kleinen Auflagen sowie anderem unveröffentlichtem Material. Angepaßt an die jeweiligen Digitalisationserfordernisse wird für jedes Projekt ein eigener Workflow entwickelt, der bei Bedarf die Integration eines online-Redaktionssystems einschließt.

ZDGG-digital: Digitalisierung von wissenschaftlichen Zeitschriften in der Edition der Gesellschaft (z. B. Zeitschrift der DGG, 1848-2009), Nachrichten der DGG; zunächst wurden nur Titeleien, Abstracts und Textteile in Rumänien abgeschrieben und in eine getaggte Datenbank eingearbeitet, inzwischen sind schrittweise Volltexte verfügbar und können durchsucht werden.

 

Geologische Exkursionsführer sind in vielen Fällen im Range primärer wissenschaftlicher Daten zu betrachten und liegen nur in Ausnahmefällen gedruckt vor. Dementsprechend sind sie in Bibliotheken nur untergeordnet zu finden. Daher stellt ihre Digitalisierung und Bereitstellung eine wichtige Serviceleistung dar. Sind geologische Aufschlüsse nicht mehr vorhanden oder Gesteine durch Abbau verschwunden, so stellen sie häufig die einzige Erkenntnisquelle geologischerseits dar. Die Führer sind Ausdruck sich verändernder Erkenntnisphasen der Autoren und daher für die themenbezogene wissenschaftshistorische Arbeit von unschätzbarer Bedeutung. Besonders in georeferenzierter Form besitzen sie für die Benutzer zusätzlich häufig einen sehr hohen praktischen Wert.

Die etwa 6.000 Übersetzungen geologischer Texte aus der russischen Sprache aus dem Bestand des Zentralen Geologischen Instituts der DDR (ZGI) sind durch fortschreitenden Papierzerfall akut vom Untergang bedroht. Ihre Digitalisierung, die für die DGG am zentralasiatischen Institut für Angewandte Geowissenschaften ZAIAG in Bishkek (Kirgisien) durchgeführt wird, bedeutet daher eine wichtige Maßnahme der Sicherung.

 

Sammlungen von Diapositiven fließen der DGG unter anderem im Rahmen von Schenkungen zu. Im Falle der Martini-Kollektion sind die geologischen Vorarbeiten zum Bau des Assuan-Staudammes sowie der Verlegung der Tempelanlage von Abu Simbel photographisch dokumentiert. Die Digitalisierung soll einerseits den Bestand der Bilder sichern, andererseits die Zugänglichkeit dieser einzigartigen Photo-Dokumente herstellen.



Aus unterschiedlichen archivischen und privaten Quellen stammt das Material für die Nachlasserschließungen der DGG-Bibliothek. Konnte in einem Fall das wissenschaftliche Erbe des Potsdamer Geophysikers Fanselau aus dem BLHA-Bestand zur Akademie der Wissenschaften wissenschaftlich voll erschlossen, neu kontextualisiert und mit digitalen Findhilfsmitteln ausgerüstet werden, so stehen große Aufgaben wie die Bearbeitung des Nachlasses von Leopold von Buch, der über mehrere Standorte verstreut ist, noch bevor und verlangen erhebliche Anstrengungen unter anderem in der Projektorganisation und der Akquisition von Mitteln Dritter.

Parallel betrieben wird die Digitalisierung und Verfügbarmachung der umfangreichen Sammlung der Nekrologe von Geologen aus dem deutschsprachigen Raum, die der ehemaligen Bibliothek des inzwischen untergegangenen geologischen Landesamtes Brandenburg entstammt.

Die Katalogisierung und Digitalisierung von veröffentlichten Examensarbeiten insbesondere Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationen im geowissenschaftlichen Bereich erfolgt mit Unterstützung der Universitätsbibliothek Potsdam.

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