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  Neuigkeiten

 

4.
Nachlaß Hans Joachim Martini

Hans Joachim Martini, Stille-Preisträger und einer der Gründerväter der bundesrepublikanischen Geologie nach dem 2. Weltkrieg, hinterließ bei seinem plötzlichen Tod durch einen tragischen Verkehrsunfall 1969 eine Privatbibliothek, die unter anderem Manuskripte, Briefe, eine große Zahl von geologischen Karten sowie von Diapositiven enthält. Im Rahmen der derzeit erfolgenden Haushaltsauflösung - Ruth Martini verstarb hochbetagt im Jahr 2006 - wurde der DGG-Bibliothek durch die Familie die Übernahme des in Bockenem am Familienwohnsitz verbliebenen wissenschaftlichen Nachlasses angetragen. Eine erste Sichtung ist inzwischen erfolgt; die Überstellung wird voraussichtlich in zwei Schritten im Spätherbst 2007 sowie im Frühjahr 2008 erfolgen. 

Zum Zeitpunkt seines Todes stand Martini, der Schüler und Assistent bei Hans Stille war und später an der Bergakademie Clausthal als Professor lehrte, der Bundesanstalt für Bodenforschung (später BGR) sowie dem Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung in Hannover vor. Besondere internationale Bekanntheit erlangte der Allrounder durch seine maßgebliche Mitarbeit am Bau des Assuan-Staudammes sowie in Verbindung damit durch die Arbeiten zur Rettung des Tempels Abu Simbel, des ersten UNESCO-Welterbes.

Zug um Zug werden die Schätze der Martini'schen Privatbibliothek in die DGG-Bibliothek in Potsdam integriert und der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Übernahme und Sicherung wissenschftlicher Nachlässe und Bibliotheken sind wichtige Aufgaben der DGG und ihrer Bibliothek.

3.
Operation Samowar

Jetzt ist sie ins Rollen geraten: Die Bibliothek für das neue deutsch-kirgisische ZAIAG (Zentralasiatisches Institut für Angewandte Geowissenschaften) setzt sich zusammen aus Teilbeständen des ehemaligen Zentralen Geologischen Instituts der DDR, des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, der Zentralbibliothek des Albert Einstein-Forschungsparks in Potsdam (GFZ) und der Bibliothek der DGG. Insgesamt etwa 700 laufende Meter geologische, geophysikalische und geodätische Literatur fanden mit den zugehörigen Regalanlagen gerade eben noch Platz in zwei 40-Tonnen-Sattelschleppern. Die DGG-Bibliothek, die sowohl die Bestände zusammenführte, die Übertragung organisierte und sogar für die Finanzierung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit sorgte, tritt mit diesem Projekt erstmals als Organisator geowissenschaftlicher Ressourcen auf.

2.
Sammlung Weyl fließt der DGG-Bibliothek zu

 

Das Sterben der Geologischen Institute an den Universitäten bringt gelegentlich in Teilaspekten Reichtum für die Community. Durch die Auflösung der Institutsbibliothek des inzwischen geschlossenen Instituts für Lithosphärenforschung in Gießen wurde die private Literatursammlung des Geologen Richard Weyl aufgefunden, deren Existenz nur wenigen Insidern bekannt war. Sie war noch nicht katalogisiert; daher konnte sie früher nicht  in das reguläre Ausleihsystem einbezogen werden. Weyl, der unter anderem auch Rektor der Gießener Hochschule war, hat viele Jahre seines Lebens über die Geologie von Lateinamerika gearbeitet und publiziert. Er gilt als der Vater der inzwischen zur Tradition avancierten Lateinamerika-Kolloquien, die in ihrer Breitenwirkung auf die deutschsprachigen geologischen Bemühungen im südlichen Amerika zweifellos bedeutend sind. Seiner Vita, seinem Werk und seiner Sammlung soll ein Beitrag in einem der nächsten Bände der Schriftenreihe der DGG gewidmet sein. Unter anderem wird dort Simon Zetzsche zu Wort kommen, der als angehender Archivar von der Fachhochschule Potsdam aus akribisch die Verlagerung von Gießen nach Potsdam begleitet hat.

1.
Graue Exkursionsführer werden gespendet und gerettet: Zugang für Mitglieder

 

Die DGG-Bibliothek erhält im Rahmen von Spenden nicht selten Konvolute mit Exkursionsführern, die nicht publiziert sind. Um diese Schätze vor dem Verfall zu retten und sie den Benutzern der Bibliothk zeitgemäß anzubieten, hat die DGG-Bibliothek unter tätiger Mithilfe der beiden angehenden Dokumentare Antje Treutler und Stephan Bentke (Fachhochschule Potsdam) mit dem Aufbau der digitalen Ressource "Exkursionsführer" begonnen, in deren Zentrum eine Datenbank steht, die nach Stichwörtern, Ortsnamen und Autorennamen durchsucht werden kann. Zusätzlich ist beabsichtigt, die bereits digitalisierten Exkursionsführer aus der Herausgeberschaft der GGW auf dieser Plattform zugänglich zu machen.

Exkursionsführer sind wichtige Handwerkszeuge und Kommunikationsmittel der Geologen.  Ihnen ist allerdings in der Regel kein langes Leben beschieden, denn viele werden von den Verfassern nur in hektographierter oder kopierter Form ausgegeben und verschwinden schnell im Altpapier. Sehr häufig enthalten sie jedoch unwiederbringliche Informationen und Deutungen von Experten über geologische Sachverhalte, die dem Betrachter aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen, sei es durch Verschütten, Abtragen, Bebauen etc.. Auch drücken Sie nicht selten wertvolle Zeitstempel in die Entstehung wissenschaftlicher Lehrmeinungen, sind also nicht zuletzt auch Dokumente von besonderem wissenschaftshistorischem Wert.

Sie müssen nicht nach Potsdam kommen: Als Mitglied der DGG oder aber als Spender bzw. Autor von geologischen Exkursionsführern können Sie in einem geschützten Bereich innerhalb einer Auswahl digitalisierter Exkursionsführer recherchieren. Die Exkursionsführer liegen im PDF-Format vor. Schauen Sie einfach unter "Nur für Mitglieder" und lassen sich vom Webmaster ein Passwort geben. 

 

 

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